Spieleranalyse

Lorenzo Pellegrini

Das Phänomen der schwierigen zweiten Saison. Es ereilt zurzeit die US Sassuolo. Nach einem bemerkenswerten 6. Platz, der ihnen die Europa League Teilnahme ermöglichte, tat man sich in dieser Saison bedeutend schwerer. Aktuell steht ihnen Platz 15 zu Buche, der nur deswegen keine Abstiegssorgen bereitet, weil die Klubs unter ihnen bedeutend schlechter gepunktet haben. Ein großer Hoffnungsträger des Teams von Eusebio di Francesco, der das Team 2012/2013 zum erstmaligen Aufstieg in die Serie A verholfen hat, heißt Lorenzo Pellegrini, dessen Stern in dieser Spielzeit aufgeht.

Mittelfeldmotor

Der italienische U21-Nationalspieler ist im zentralen Mittelfeld beheimatet und kam 2015 aus der Jugend der Roma für 1,25 Millionen Euro. Eine Menge Geld für einen Teenager, das sich jedoch rentiert hat. Schon heute ist Pellegrini geschätzte 8 Millionen Euro wert. Der gebürtige Römer bestritt einundreißig Partien 2016/2017. Ein Spitzenwert. Acht Treffer und fünf Vorlagen unterstreichen seine Torgefahr.

Pellegrini ist prädestiniert für di Francesco’s 4-3-3 System, in dem er seine Variabilität im zentralen Mittelfeld voll ausspielen kann. Der 20-jährige kann sowohl als defensiver als auch als offensiver Part in der Schaltzentrale zur Geltung kommen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Aquilani und dem lauf- und physisch-starken Duncan bildet er ein Trio, in dem jeder der genannten Akteure seine Stärken besitzt.

Riskante Dribblings bei ausgefeilter Technik

Der beidfüßig starke Italiener besitzt eine starke Technik und sucht auffallend oft den risikoreichen Zweikampf im Mittelfeld, um sich selbst Raum zu verschaffen. Klappt dies nicht, bekommt er oft Freistöße zugesprochen. Bei einem sauberen Tackling des Gegners bietet sich jenen bei schnellem Umschalten allerdings eine große Torchance. Der 1,86 Meter große Mittelfeldmotor versucht seine Mitspieler und sich selbst stets in Szene zu setzen. Nicht selten sieht man bei ihm daher Kabinettstückchen, bei denen man hofft, dass sie funktionieren, denn wenn sie es nicht tun, kann dies zu unnötigen Ballverlusten führen.

Das Risiko in seinem Spiel zu minimieren dürfte die größte Herausforderung für den Youngster sein, der technisch alles mitbringt um später einmal in die Squadra Azzurra berufen zu werden. Sein Vertrag in Sassuolo läuft noch bis 2020. Viel spricht dafür, dass er dem Verein eine hohe Summe in die Kassen spült.

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