Spielanalyse

Atalanta Bergamo vs. Hapoel Haifa

Atalanta Bergamo vs. Hapoel Haifa 2:0 (1:0), Mapei-Stadium, 18.08.2018

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Spielanalyse

Das Hinspiel dieses Europa-League-Qualifikationsspiels gewann Atalanta deutlich mit 5:0. Insofern rotierte die Mannschaft von Gian Piero Gasperini auf einigen Positionen, behielt aber ihr typisches 3-5-2-System bei. Beim Team der Gäste standen allerdings selbst Fußballfachleuten große Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Die Gäste probierten anfangs mutig nach vorn zu spielen und kamen zu der ein oder anderen herausgespielten Chance. In der Abwehr machte Nisso Kapiloto ein gutes Spiel, an ihm prallte der Edeltechniker Alejandro Gómez oft ab. Der früh eingewechselte Maxim Plakushchenko machte zudem einen aktiven Eindruck, arbeitete gut gegen den Ball und fand auch in Ballbesitz gute Lösungen. Im Januar 2019 wechselte der heute 23-jährige schließlich für 420.000 € zu Maccabi Haifa. Bis zum 0:1 hielten die Israelis sehr gut mit und beschränkten sich nicht nur auf Defensivarbeit. Atalanta tat sich aufgrund der veränderten Personalien etwas schwer. Der für Robin Goosens ins Team gerückte Reca war mit der Rolle als Flügelverteidiger sichtlich nicht vertraut. Oft gelang es Haifa ihn zu isolieren und Anspielstationen zu decken. Mit Unterstützung von Mancini und Gómez gelang es Reca den Angriff fortzuführen, er wirkte insgesamt unsicher. Im zentralen Mittelfeld stach kein Bergamo-Spieler positiv hervor. Während Freuler sehr unauffällig blieb, legten Pessina und Pasalic einen lässigen Auftritt hin und trafen Entscheidungen falsch oder zu spät. Das Timing der beiden stimmte nicht, Seitenwechsel waren mehr als vorhersehbar und raffinierte Pässe waren eine Seltenheit. So lief bei Bergamo viel über den flinken Castagne, der sehr viele Ballaktionen auf seiner Seite hatte und zudem das 1:0 vorbereitete. Er war mit der offensiven Interpretation des Flügelverteidigers vertraut und startete oft in die Tiefe und war stets anspielbar. Des Weiteren machte der Kolumbianer Duván Zapata, der sich in Neapel nicht durchsetzen konnte, ein sehr gutes Spiel. Er war an jedem Angriff beteiligt und verfügt über ein facettenreiches Spiel. Stark in der Ballbehauptung mit dem Rücken zum Tor, gute Übersicht, eine feine Technik und Qualität im Abschluss zeichnen ihn aus. Ein Spieler, der sowohl mit als auch ohne Sturmpartner einsetzbar ist. Manchmal hätte er noch eigensinniger agieren und die freie Schussbahn aus 16-20 Metern zum Abschluss nutzen können, er präferierte da jedoch oft das Abspiel auf Reca oder Castagne. In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel bis zur Einwechslung von Andreas Cornelius, ein Zielspieler mit einem harten Schuss, der unbedingt sein Tor erzielen wollte. Die israelischen Verteidiger schienen dabei nicht zu wissen, dass der Däne Linksfuß ist. So genügte ihm eine Finte in halblinker Position, um eine freie Schussbahn für seinen starken linken Fuß zu haben. Schließlich machte Cornelius kurz vor Spielschluss mit dem 2:0 alles klar.

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