Spielanalyse

FC Millwall vs. Queens Park Rangers

FC Millwall vs. QPR 1:0 (0:0), The Den, 29.12.2017

Grundordnungen

Spielanalyse

Es war das, was man als klassisches Kick’n’Rush-Spiel bezeichnet. Viele Aktionen basieren dabei auf Zufällen, wie und wohin Bälle abspringen. Beide Teams versuchten durch lange Bälle das Mittelfeld zu überspielen und durch eine Kopfballverlängerung hinter die Abwehr zu gelangen. Ein geordneter Spielaufbau war schlichtweg nicht existent. Folglich gibt es im Mittelfeld viele Zweikämpfe und wenig technische Raffinessen. Exemplarisch ist der Australier Massimo Luongo zu nennen, der als Musterbeispiel eines Balljägers fungierte und in etliche Zweikämpfe verwickelt war. Jeweils ein Mittelstürmer war am auffälligsten. QPR-Stoßstürmer Sylla schaffte es einige Bälle vorne zu halten, was mangels Unterstützung seiner Teamkameraden kein einfaches Unterfangen war. Er wich dazu auf die Flügel aus, sodass Osayi-Samuel und Luke Freeman nachrücken konnten. Bei den Gastgebern wie auch bei QPR standen nahezu alle Verteidiger vom Typus Kompromissloser Innenverteidiger auf dem Feld. Sie waren technisch sehr limitiert und wählten immer den „sicheren“ Weg, der meist ein langer Ball nach vorn oder ins Seitenaus bedeutete. In der Anfangsphase sorgte Jed Wallace für einige der rar gesäten spielerischen Highlights, indem er sich klug bewegte und auf dem Flügel Räume schuf. Lee Gregory war neben Sylla der auffälligste Spieler, der seinen Körper sehr gut einzusetzen wusste, Bälle festmachte und sich gegen physisch stärkere Verteidiger zu behaupten wusste. Zum Ende des Spiels als QPR nichts anderes übrig blieb als auf den Ausgleich zu drängen, ergaben sich einige Umschaltsituationen für Millwall, die allerdings nicht zielführend zuende gespielt wurden. Oft wurden dabei falsche Entscheidungen (Dribbling/Abspiel) getroffen und spielerische Defizite insbesondere in erhöhtem Tempo einmal mehr sichtbar.

Erfahre mehr über Positionsbezeichnungen

Kommentar verfassen