Spielanalyse

Atletico Madrid vs. Celta Vigo

Atletico de Madrid vs Celta de Vigo 2:0 (1:0), Wanda Metropolitano, 13.04.2019

Während es für die Hausherren von Atletico nur darum ging, die Saison ausklingen zu lassen, steckte der Gast Celta Vigo im tiefsten Abstiegskampf. Der lange Ausfall von Schlüsselspieler Iago Aspas hat dafür gesorgt, dass Celta aus dem gesicherten Mittelfeld in den Abstiegsstrudel geraten ist. Hoffnung für die Mannschaft von Fran Escribá bestand in erster Linie durch Verletzungssorgen der Abwehr der Colchoneros sowie der oben beschriebene Umstand, dass es für Atletico um nichts mehr ging.

Grundordnung Atletico

Das Team von Diego Simeone startete im gewohnten 4-4-2 System. Diverse Abwehrspezialisten wie Godín, Savic, Lucas Hernandez oder Gímenez standen verletzungsbedingt nicht im Kader. Der argentinische Star-Coach vertraute auf seine beiden Youngster in der Innenverteidigung. In der Offensive erhielt Vitolo den Vorzug gegenüber Alvaro Morata, sodass der Offensivallrounder Angel Correa zu Griezmann in die Spitze rückte.

Grundordnung Celta Vigo

Das Team von Celta Vigo machte auf dem Papier einen sehr spielstarken Eindruck. Boufal, Boudebouz und Mor zählen allesamt zur Kategorie „Zocker“, die für einen Überraschungsmoment sorgen können und technisch sehr beschlagen sind. Ein interessanter Spieler stand zudem mit Stanislav Lobotka (24) auf dem Rasen, der zuvor bei einigen europäischen Klubs gehandelt wurde.

Spielanalyse

Spiele von Atletico Madrid kennt man zumeist aus der UEFA Champions League. Sie nehmen gern die Rolle des Underdogs an und haben ein Faible für das Spiel gegen den Ball. Auch gegen einen nominell schwächeren Gegner zeigte sich Atleticos Spielweise. In Ballbesitz war Kontrolle angesagt, viele viele Querpässe waren die Folge. Das Pressing von Celta hielt sich dabei in Grenzen, zu groß war die Furcht überspielt zu werden und in Rückstand zu geraten.

Nur selten gelang den Gästen eine schnelle Kombination um die zwei vorderen Ketten Atleticos zu überspielen. Jan Oblak entschärfte in der 1. Halbzeit zwei Situationen glänzend und zeigt, warum er zurecht als einer der Top 5-Keeper weltweit gilt.

Entschieden wurde die Partie letztlich zweimal durch die individuelle Qualität von Antoine Griezmann, der erst per Freistoß traf und später den eingewechselten Morata in Szene setzte, der mustergültig abschloss.

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Der beste Mann auf dem Platz war jedoch ein Anderer: Rodri. Der erst 22-jährige Spanier drückte dem Spiel seinen Stempel auf, traf praktisch immer die richtige Entscheidung und gab den Rhythmus vor. Es verwundert nicht, dass sämtliche Topklubs an ihm dran sind. Diese strategischen Fähigkeiten gepaart mit technischer Finesse und seines sehr jungen Alters für die Schlüsselposition des Sechsers machen ihn zu einem brillanten Mittelfeldanker.

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