Spieleranalyse

Milan Skriniar

So manch einer wird sich verwundert die Augen gerieben haben als Inter Mailand stolze 23 Millionen Euro auf den Tisch legte, um einen 22-jährigen Slowaken von Sampdoria Genua loszueisen. Ein Wagnis, das sich jedoch schon jetzt rentiert, denn jener Slowake, namentlich Milan Skriniar schlug voll ein und stabilisiert die Abwehr der Nerrazzurri merklich.

The Slovak Wall

Gemeinsam mit Napolis Kalidou Koulibaly zählt Skriniar zu den zwei besten Verteidigern dieser noch jungen Serie A Saison. Die noch ungeschlagenen Mailänder machen sich berechtigte Hoffnungen auf die Rückkehr in den Europacup und der formidable Saisonstart, der nun am kommenden Wochenende mit der Tabellenführung veredelt werden könnte, lässt die Tifosi träumen.

Skriniar ist Innenverteidiger und Nationalspieler der Slowakei. Der Wechsel zu Inter hat ihm Auftrieb gegeben, gemeinsam mit Miranda bildet er ein tolles Duo und zeigt sich sehr präsent und kompromisslos in den Zweikämpfen. Seine 1,87 Meter Körpergröße lassen ihn zudem auch in der Luft vorteilhaft agieren. Auch wenn er manchmal zu ungestüm ist und somit Freistöße für den Gegner verursacht, deutet er bereits sein enormes Potenzial an. Seine 91,6% Passquote belegt zudem den sachlichen Aufbau des Rechtsfußes. Im 1 gegen 1 ist meist kein Vorbeikommen und so wurde er von den Inter-Tifosi als „la parete slovacca“ (die slowakische Mauer).

Skriniar ist jemand, der sich mehr durch Ehrgeiz und Wille als durch Talent auszeichnet. Schon früh seien Leaderqualitäten bei ihm erkennbar gewesen, erinnert sich Tibor Goljan, einer seiner Jugendtrainer. Der Verteidiger entstammt der Jugend von MSK Zilina, die einst regelmäßig in der Europa League vertreten waren. Von dort aus kam er im Winter 2016 für lediglich eine Million nach Genua und bescherte Samp so einen satten Transfergewinn von 22 Millionen Euro.

Hält seine Form an, so könnte Skriniar die slowakische Ikone Marek Hamsik als Aushängeschild der Nationalmannschaft beerben und würde zudem für englische Top-Klubs infrage kommen. Bayern München und Atletico Madrid sollen bereits diesen Sommer ihr Interesse hinterlegt haben.

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